EHC Arosa
Seit 1924
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NEWS

Wie vor 30 Jahren: Marc Sahli die Robin Beck der Neuzeit

4 : 3
1:0 2:1 1:2

Mi 23.10.19 | 20:00

Sport- und Kongresszentrum Arosa

470 Zuschauer

Link Game Center Swiss Ice Hockey

Fast nicht vorstellbare 30 Jahre liegen zwischen dem letzten und aktuellen Aufeinandertreffen zwischen Arosa und Basel, das die Aroser 4:3 gewinnen. Trotz drei Jahrzehnten, in denen sehr viel passiert ist, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Was Robin Beck 1989 war, ist Marc Sahli 2019.


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Die Basler haben sich das Gastspiel in Arosa mit Sicherheit anders vorgestellt. Zuerst geraten die Nordostschweizer bei der Anreise in einen grösseren Stau und erreichen die Spielstätte deutlich nach kalkulierter Ankunftszeit. Dann prallt Captain Marco Vogt beim Einlaufen mit Mitspieler Michael Schwoerer so unglücklich zusammen, dass der Captain noch vor Spielbeginn verletzt das Stadion verlassen muss. Und dann läuten ausgerechnet noch die Ex-Basler Stürmer Flavio Cola und Nando Jeyabalan die Niederlage mit dem Führungstreffer für den EHC Arosa ein. Dass die Beiden das Tor gar noch in Unterzahl erzielen, schiesst den Vogel aus Gästesicht endgültig ab.


Es ist der einzige Treffer im ersten Drittel, in dem die Aroser unübersehbar die bessere Mannschaft sind. Läuferisch, kämpferisch und spielerisch laufen sie den Baslern den Rang ab. Die 1:0-Führung ist zu dürftiger Lohn für die tipptoppe Vorstellung im ersten Spielabschnitt. Die Zuschauer begleiten ihre Lieblinge mit viel Applaus in die Garderobe. Dieser ist auch als Zeichen des Mut machen für das zweite Drittel zu deuten - im Wissen, dass der Mittelabschnitt bisher fast immer zum Horror-Drittel mutierte.


Die Vorzeichen, dass Drittel Nummer 2, auch durch Stossgebete zu den Hockeygöttern, 'mal besser herauskommen möge, stehen gut. Basels Topscorer Jan Zwissler handelt sich mit Ablauf der ersten 20 Minuten eine kleine Bankstrafe ein und ermöglicht so dem EHC Arosa, das Match in Überzahl aufzunehmen. Ein eigentlich dürftig gespieltes Powerplay schliesst Arosas Livio Roner unter grossem Jubel doch noch mit einem Treffer ab und so startet das Schanfigger-Angstdrittel mit einem 2:0.


Wiederum lassen die Aroser zwar in den zweiten 20 Minuten auffällig nach, ein Kollateralschaden wie gegen Lyss erleiden sie aber nicht, im Gegenteil. Das Anschlusstor der Basler beantworten die Blaugelben zum Abschluss des Mittelabschnitts mit Ramon Pfrangers 3:1. Dass dem EHC Arosa an diesem Abend gar zwei Powerplaytore gelingen, ist erstaunlich, zumal das Überzahlspiel das gefundene Haar in der Aroser Suppe an diesem Abend ist.


Ach, ja. Es ist der erste Abend, das erste Aufeinandertreffen seit 30 Jahren zwischen dem EHC Arosa und dem EHC Basel. Am 18. Februar 1989 fertigten die Aroser in einem 1.Liga-Qualifikationsmatch den EHC Basel gleich mit 9:3 ab - Ein Match aus einer anderen Eishockey-Epoche, aus einer anderen Zeit allgemein. In jener Woche führte die US-amerikanische Sängerin Robin Beck die Schweizer Hitparade mit dem Song "First Time" an. Die zierliche Interpretin ist nur 1.55 Meter gross und startete mit jenem Lied richtig durch. Zuvor war sie lediglich Backgroundsängerin von Chaka Khan, Irene Cara und David Bowie.


Und hier beginnt "Back to the Future", wir springen von 1989 ins 2019 und landen bei Marc Sahli. Zugegeben, der gebürtige Solothurner hat mit seinen Gardemassen von 196cm/94kg auch bei phänomenalem Vorstellungsvermögen nur bedingt mit Robin Beck Ähnlichkeiten. Nicht nur, dass er durch sein einjähriges Gastspiel bei Twin City Steel auch US-Blut geleckt hatte, sondern weil er bisher ebenfalls eine Art Background-Rolle inne hatte, sind da aber bei Sahli doch erstaunliche Parallelen zur wilden Frau aus Brooklyn auszumachen. Häufig war der Arosa-Angreifer bis dato nur 13. Stürmer und eine Art Hinterbänkler bei seinen letzten Clubs, wie auch beim EHC Arosa.


Fleiss, Fleiss, Fleiss, Fleiss, Fleiss und nochmals Fleiss aber zahlen sich aus. Der Mann mit dem schärfsten Schuss im Schweizer Eishockey (173km/h) murrte, trotz Reservisten-Dasein, nie auf, und arbeitete stattdessen einfach kompromisslos an seinem Spiel. Bereits in den letzten Matches kam Sahli immer besser in die Gänge. Den Moment, um endgültig durchzustarten, sparte sich "Mägge" aber offensichtlich für das Spiel gegen seinen Ex-Club aus, für den er noch letzte Saison auf Torejagd ging.


Gleich in den ersten Minuten lässt es der Modellathlet richtig rumpeln und schüttelt dabei bei zwei Checks hintereinander Basels ad interim-Captain Michael Maurer so durch, dass sich dessen "C" auf der Brust fast vom Trikot löst. Maurer ist danach sichtlich eingeschüchtert und geht verständlicherweise bei anbrausenden und zu Checks ausholenden Arosern auf Distanz. Bei einem Check übertreibts Marc Sahli dann auch zuweilen und wandert zurecht auf die Strafbank, was der EHC Basel rapide zum 2:3-Anschlusstreffer ausnützt. Geläutert durch die verbüsste Strafe kehrt Arosas #88 aufs Spielfeld zurück und knallt mittels erster Puckberührung seine Farben mit 4:2 in Front - Die Entscheidung.


Robin Beck wurde mit "First Time" berühmt. Alleine der Auftritt gegen den EHC Basel genügt natürlich noch nicht, um Marc Sahli in die Hockey Hall of Fame in Toronto aufzunehmen. Aber es ist das erste Mal, dass Sahli, zumindest beim EHC Arosa, so richtig explodiert ist. Robin Becks Liedtext passt wie die Faust aufs Auge zu Marc Sahlis Galavorstellung 30 Jahre nach "First Time".


First time, first love
Oh what feeling is this
Electricity flows
With the very first kiss
Like a break in the clouds
And the first ray of sun
I can feel it inside
Something new has begun
And it's taking control
Of my body and mind
It began when I heard I love you

For the very first time
For the very first time


Hopp Arosa!

Strafe gegen den EHC BaselEiniges los im Stübli.In den Drittelspausen schauen die Matchbesucher Champions League-Fussball.Beste Stimmung in der Pausaplatz Bar.Riesiger Jubel nach Livio Roners 2:0.Ramon Pfranger feiert sein 3:1.Pfranger in der Jubel-Fortsetzung.Der EHC Arosa entfach Hochdruck aufs Basler Tor.Livio Roner nach seinem 2:0.Marc Sahli und die Aroser feiern mit den Fans den Sieg.
EHC Arosa - EHC Basel 4:3 (1:0, 2:1, 1:2), Sport- und Kongresszentrum, Arosa. 470 Zuschauer, Schiedsrichter Steiner; König, Remund


Tore: 19. Cola (SH, Jeyabalan) 1:0, 21. Roner (PP, Bruderer, Hostettler) 2:0, 23. Zwissler (PP, Hunziger, A. Valenza) 2:1, 40. Pfranger (PP, Klopfer, Amstutz) 3:1, 43. Maurenbrecher (PP, Hunziker, A. Valenza) 3:2, 44. Sahli (Cola) 4:2, 53. Schnellmann (Lehmann, L. Valenza) 4:3


Strafen EHC Arosa: 4x2 Minuten

Strafen EHC Basel: 5x2 Minuten + 1x10 Minuten (Zwissler, automatische Disziplinarstrafe)


EHC Arosa: Kruijsen; Bahar, Klopfer, Spinetti, Lindemann, Carevic, Salerno, Dünser, Roffler, Lampert, Roner, Infanger, Bandiera, Amstutz, Jeyabalan, Tosio, Cola, Sahli, Bruderer, Hostettler, Pfranger


EHC Basel: Osterwalder; Hagen, Gfeller, Hermkes, Hunziker, Maurer, Spiess, Schwoerer, Maurenbrecher, Rattagi, Dietrich, Zwissler, Seiler, A. Valenza, Schier, Lehner, Gröflin, L. Valenza, Schnellmann


Bemerkungen: EHC Arosa ohne Witschi (überzählig), Weber (Militär), Brazzola (verletzt), Däscher (rekonvaleszent), Agha (berufliche Weiterbildung)


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MySports League, 11. Runde:

EHC Arosa - EHC Basel 4:3

EHC Wiki-Münsingen - Hockey Huttwil 6:2

EHC Thun - SC Lyss 1:2

HCV Martigny - HC Düdingen Bulls 7:2

EHC Chur - EHC Bülach 2:3

EHC Seewen - EHC Dübendorf 0:3


Tabelle:

1. HCV Martigny 11/31

2. EHC Dübendorf 11/22

3. EHC Bülach 11/20

4. EHC Basel 11/19

5. EHC AROSA 11/17

6. SC Lyss 11/17

7. EHC Chur 11/15

8. HC Düdingen Bulls 11/14

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9. Hockey Huttwil 11/12

10. EHC Wiki-Münsingen 11/11

11. EHC Thun 11/11

12. EHC Seewen 11/9


Hopp Arosa!


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