EHC Arosa
Seit 1924
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NEWS

Was ist eigentlich interkantonale Solidarität? EHC Arosa

1 : 3
0:0 1:1 0:2

Di 21.01.20 | 20:15

St. Jakob-Arena

1123 Zuschauer

Link Game Center Swiss Ice Hockey

Von der ersten bis zur letzten Sekunde tritt der EHC Arosa als totale Einheit auf und entführt verdientermassen mit dem 3:1-Sieg über den EHC Basel das volle Punktepaket aus der Nordwestschweiz. Die Aroser spielen schlicht "Bombe".


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  • Nächstes Heimspiel: Samstag, 25. Januar 2020, 20 Uhr
  • EHC AROSA - EHC DÜBENDORF

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Auf praktisch jeder Demonstration im deutschsprachigen Raum wird die Internationale Solidarität hochgelebt. Das hat allen Grund: Revolutionäre Prozesse und die aus ihnen entspringende Solidarität, sind international. Der Klassenkampf einer Nation hat über die Landesgrenzen hinaus inspirierende Wirkung auf die Arbeitenden. Die Internationale Solidarität ist eine zentrale Komponente in der Strategie der sozialistischen Revolution.


Die Aroser sind am Mittwochabend nicht auf einer Demonstration, sondern beim Meisterschaftsspiel der viertletzten Qualifikationsrunde zu Gast beim EHC Basel. Aber was die Schanfigger aufführen, ist eine Demonstration. Die Mannschaft legt einen Auftritt hin, der ihnen nach den letzten, sehr unruhigen Stunden, wohl nicht allzu viele zugetraut haben. Ein revolutionärer Prozess ist sicherlich das Passierte am Vorabend des Matches. Es mutet tatsächlich fast schon revolutionär an, dass es bei einem Ligaaufsteiger, auf einem Playoffplatz liegend, zu so grossen Veränderungen kommt.


Wie nun aber tritt das Team keine 24 Stunden nach der Bekanntgabe des Rücktritts des Cheftrainers auf? Erstaunlich. Bemerkenswert. Bewundernswert. Imponierend. Überzeugend. Dominant. Oder auf einen Nenner gebracht: Solidarisch. Sicher nicht international. Wenn, dann interkantonal. Jeder Aroser läuft und kämpft ab der ersten Spielminute, als ginge es um die Rettung des Planeten. Im Bewusstsein aber, dass dies bereits am WEF in Davos geschieht, besinnen sich die Schanfigger auf ihr bescheideneres Ziel, den zweiten Coup innerhalb von drei Tagen gegen die MySports League-Spitzenmannschaft EHC Basel zu landen.


Und der gelingt. Und wie. Schon das erste Drittel ist fantastisch. Der einzige Makel ist das 0:0 nach 20 Minuten. Der EHC Arosa ist in der St. Jakobs-Arena Herr im Haus. Das Team spielt schlicht sensationell. Druckvoll. Schnell. Präzis. Abschlusssuchend. Obwohl das längt fällige Führungstor noch nicht gelingt, bleiben die Aroser ganz ruhig. Nichts nimmt der Mannschaft den Glauben, an diesem Abend nicht als Sieger das Eis zu verlassen. Auch der entgegen dem Spielverlauf kassierte 0:1-Rückstand kann das Team nicht stoppen und aus dem Takt bringen.


Wie Flavio Cola, Patrick Bandiera und Ramon Pranger in einer Gemeinschaftsproduktion den Ausgleich realisieren, ist formidable. Und gar überragend ist das 2:1-Führungstor vier Minuten vor Schluss durch Curdin Lampert. Arosas #17 startet aus dem eigenen Drittel heraus und überfliegt das Eisfeld im Stile der F/A18, die derzeit den Bündner Alpenraum für US-Präsident Donald Trump absichern. Vor Basels-Goalie Fabio Haller zieht "Lämpi" die Scheibe geschickt links rüber und spediert sie zum siegbringenden Tor hinein. Nando Jeyabalans Treffer ins verwaiste Basler Gehäuse markiert den Schlusspunkt.


Entscheidend für die Internationale Solidarität ist das Vertrauen, dass klassenbewusste Arbeiter in jedem Land den Kampf für die sozialistische Revolution führen und in diesen einander international solidarisch beistehen.


Ja, ja. Schon gut. Beim EHC Arosa ist niemand sozialistisch oder sonst was politisch angehaucht, aber die Spieler haben Vertrauen. Sie vertrauen sich in Basel bei jedem Winkelzug und helfen sich bei jedem Winkelzug. Macht einer einen Fehler, sind gleich zwei Klassenbewusste da und merzen diesen aus. Jeder Aroser ist an diesem Abend ein Arbeiter. Und jeder steht dem anderen solidarisch bei. Die EHC Arosa-Mannschaft besteht aus Spielern von sechs Schweizer Kantonen. Es lebe die interkantonale Solidarität.


Hopp Arosa!


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Ramon Pfranger erzielt den 1:1-Ausgleichstreffer (Foto: sast-photos.com / Sandro Stutz)Stilsicherer Luca Infanger (Foto: sast-photos.com / Sandro Stutz)Yannick Bruderer kämpft an der Bande (Foto: sast-photos.com / Sandro Stutz)Der bisherige Assistenztrainer Goran Manojlovic und der Torwarttrainer Riccardo Gubsser coachen den EHC Arosa zum Sieg.
EHC Basel - EHC Arosa 1:3 (0:0, 1:1, 0:2), St. Jakob Arena, Basel. 1'123 Zuschauer, Schiedsrichter Leimgruber; Remund, König


Tore: 30. Vogt (Hagen) 1:0, 36. Pfranger (Bandiera, Cola) 1:1, 56. Lampert 1:2, 60. Jeyabalan 1:3


Strafen EHC Basel: 3x2 Minuten

Strafen EHC Arosa: 3x2 Minuten


EHC Basel: Haller; Hermkes, Hunziker, Maurer, Steinmann, Hagen, Büsser, Heughebaert, Schöni, Hrabec, Himmelfarb, Seiler, Gfeller, Vogt, Schir, Maurenbrecher, Kiss, Schnellmann, Lehner, Rattaggi, Studer


EHC Arosa: Kruijsen; Lindemann, Hostettler, Bahar, Dünser, Brazzola, Agha, Salerno, Roffler, Bruderer, Roner, Infanger, Bandiera, Amstutz, Jeyabalan, Lampert, Cola, Pfranger, Tosio, Weber, Däscher

MySports League, 29. Runde:

EHC Basel - EHC Arosa 1:3

HC Düdingen Bulls - HCV Martigny

EHC Seewen - EHC Dübendorf

SC Lyss - EHC Thun

Hockey Huttwil - EHC Wiki-Münsingen

EHC Bülach - EHC Chur


Tabelle:

1. HCV Martigny 28/58

2. EHC Dübendorf 28/54

3. EHC Basel 29/46

4. EHC AROSA 29/44

5. EHC Bülach 28/43

6. EHC Chur 28/42

7. EHC Thun 28/41

8. SC Lyss 28/38

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9. EHC Wiki-Münsingen 28/38

10. EHC Seewen 28/38

11. Hockey Huttwil 28/33

12. HC Düdingen Bulls 28/32


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